Tradition lebt: Ausbuttern in Furth im Wald

Zum 22. Mal lud die Sektion Furth im Wald alle Mitglieder und Freunde  am Freitag vor dem Palmsonntag in das Gasthaus Postgarten zum Ausbuttern  ein. Gerhard Hoch, seit Jahren 2. Vorsitzendender und Stütze des Vereins, ist nicht nur durch viele von ihm bestens organisierte Wanderungen im Ostbayerischen Grenzbereich für den Verein wertvoll. Seit mehr als zwei Jahrzehnten hält er gemeinsam mit seiner Frau Resi die Tradition des Ausbutterns am Leben. Und darauf ist die Sektion Furth im Wald besonders stolz. Was bis in die 60er Jahre in vielen Familien noch gelebt wurde, ist heute fast vergessen. Mit Familie Hoch wird Großmutters Zeit zumindest ein mal im Jahr wieder lebendig. Es ist echte Handarbeit mittels dem alten, schon ehrwürdigen Butterfass aus Süßrahm Butter auszurühren. Viele Stunden drehte Gerhard Hoch mittlerweile schon die Kurbel am Butterfass. Eine kaum mehr zählbare Anzahl an Helfern freute sich mit ihm, wenn sich der Süßrahm in Buttermilch und frische Butter teilt. Dann ist die Stunde für die Besucher gekommen: Die Butter wird auf den Tischen verteilt. Dazu gibt es würziges Bauernbrot auf dem die frische Butter gestrichen wird. Fein geschnittener Schnittlauch verleiht dem Butterbrot noch seinem besonderen Geschmack - für viele werden Erinnerungen an die Kindheit wach. Damals war ein Stück Butterbrot was besonderes - Wurst war Mangelware. So mancher bestellt dann kein weiteres Bier mehr - denn schmackhafte Buttermilch ist eine gute Alternative. Am Ende des Abends verkaufen die Frauen des Vereins noch die übrige Butter an die Besucher. Damit kann der Kostenaufwand gedeckt werden und die Daheimgebliebenen kommen zu Hause noch zu den besonderen Butterbroten.

Initiatoren des Ausbutterns: Familie Resi und Gerhard Hoch; unterstützt werden sie vorrangig durch Hannelore und Walter Spieß in seiner Funktion als WV-Vorsitzender.

Blick in das gutgefüllte Gastzimmer des Gasthof's Postgarten

Walter Spieß bedankt sich mit Blumen bei Resi Hoch