Jahresausflug nach Annweiler vom 08. - 11. Oktober 2020

- längst überfälliger Gegenbesuch in den Pfälzer Wald -

 

Bereits 2012 weilte der Pfälzer Waldverein zu einem 1wöchigen Besuch in unserer Region. Fast hätte Corona auch in diesem Jahr nach mehreren Verschiebungen und Stornierungen die Reise zum Kippen gebracht. Um so erfreulicher war es, daß dann mit 32 Teilnehmern der Omnibus aus dem östlichsten Bayern starten konnte. In angenehmer Fahrt durchquerte der Bus das nördliche Bayern, Baden-Württemberg bis hinein nach Rheinland-Pfalz mit dem malerischen Winkel des Pfälzer Waldes.

Sehr beeindruckend waren in erster Linie die großen Flächen an fast ausschließlich Laubwäldern, die Burgen bzw. Burgruinen im Wechsel mit den imposanten roten Buntsandsteinfelsen.

 

 

Aussicht von der Burg
Die Wanderer wurden aufgeteilt in 3 Gruppen,  jeweils begleitet von kompetenten einheimischen Wanderführern. Auf herrlichen Waldwegen führten mal 16 km, mal 8 km vorbei an Felsen und Burgruinen und stets gab es Ausblicke zu den in der Weite gelegenen Weinbergen. Wie ein Wanderführer, von Beruf Förster, uns erklärte, wird in bestimmten Gebieten der Wald sich selbst überlassen und quasi ein Urwald angelegt. Die Böden im Pfälzer Wald sind wenig landwirtschaftlich ertragreich.  Man hat sich mehr auf den Weinbau und das Bearbeiten von Bäumen konzentriert.

 

Nach der Stärkung auf der Klettererhütte Sammlung aller 3 Gruppen zum nächsten Marsch -

bei strahlendem Sonnenschein

 

erholsame Rast

gewagter Stand nach Ankunft am Felsplateau

 

Kernstadt mit Bürgermeister

Der Bürgermeister der Stadt Annweiler mit seinen ca. 7.500 Einwohnern ließ es sich nicht nehmen uns persönlich zu begrüßen. In Kleingruppen wurde uns gestattet, den mächtigen Rathaussaal mit seinen Fresken zu besichtigen. Die Stadtführer in mittelalterlichen Gewändern erklärten und zeigten uns in einem abendlichen Spaziergang die lebendige Altstadt. Auffallend waren diverse gut besuchte Restaurants und Bars. Direkt durch die Stadt fließt die Queich, ein Nebenfluß des Rheins. Dieser verleiht dem Ort durch sein gepflegtes Flußbett, umrandet mit  herrlichem  Blumenschmuck und sogar offen zugängigen Wasserrädern ein besonderes Flair. Eine wichtige Rolle iin der Stadt spielte der Beruf der Gerber, die im Fluß in mühsamer und langwieriger Arbeit ihre Felle gesäubert haben. Immer wieder zum Trocknen aufgehängt konnte es passieren, daß bei Hochwasser die Felle davongeschwommen sind, vgl. Sprichwort "dem schwimmen die Felle davon", d.h. die ganze Mühe war umsonst.

 

Teufelstisch - Naturwunder

Am Heimreisetag ließ es sich die Gruppe nicht nehmen und erwanderte ein weiteres Wunder der Natur - den Teufelstisch und in kleinem Abstand die Teufelsküche. Voll mit Eindrücken einer andersartigen Landschaft, gepaart mit Bewegung in grüner Natur rollte der Bus Richtung Osten. Auf der Fahrt wurde ein Zwischenstopp eingelegt zum Abendessen, welches in der historischen Altstadt Hersbruck eingenommen wurde. Es war ein sehr gelungener Aufenthalt mit bester Organisation durch den Hauptwanderwart Hans Schlosser.  Alle Mühen und Vorbereitungen  sowohl bei der Auswahl des wunderschön am Berg gelegenen Hotels sowie bei den Gruppenaufteilungen mit den stets gut organisierten Gesamttreffen haben sich gelohnt.

 

 

Wald-Verein radelt zum Bayerisch Häusl

Tradition, Natur, Menschlichkeit und Ruhe genoßen

Brauchtum, Tradition und Heimat bewahren stehen in der Präambel der Wald-Verein-Sektion Furth im Wald ganz oben. Grund genug im
Programm 2020 das Gasthaus von Josefa Singer aufzunehmen. Der vergangene Samstag Nachmittag war ein heißer Sommertag. 12 Radfahrer brachen auf, an den letzten Zipfel des Stadtgebietes von Furth im Wald zu radeln. Vorbei am Drachensee - wo viele die Aufwertung unserer Stadt am Freizeitufer genossen - ging es über Ösbühl weiter durch den schattenspendenden Daberger Wald bis zur nahen tschechischen Grenze. Die Gemeinde Eschlkam, Vseruby-Neumark und Stadt Furth im Wald stossen hier am einstigen Dorf Draxlmoos  zusammen.

Nach kaum 500 Meter säumen mächtige Eichenbaume den Grenzverlauf, sie geleiten den Besucher direkt zum Traditions-Wirthaus Bayerisch Häusl. 32 Grad zeigte das Thermometer, aber im Schatten des Biergartens merkt man davon wenig.

Die Besucher erleben dort angenehme Geselligkeit, unkompliziertes Miteinander, ja Lebensfreude bei einer nicht alltäglichen Wirtshaus-Kultur. Man trinkt das Bier aus der Flasche, geniest den Kaffee mit selbstgebackenem Kuchen, freut sich mit Josefa ins Gespräch zu kommen. Eine einfache, zufriedene Frau kann nicht nur erzählen, auch zu hören und aufnehmen. Fünf Büchlein hat sie bereits geschrieben - auch Wirtshausanekdoten. Und sie freut sich auf Gäste - jeden Tag. Es gibt keinen Ruhetag und wenn der Winter kommt, sitzt man bei ihr in der "warmen Kuchl". 150 Jahre trafen sich Menschen friedlich diesseits und jenseits hier an der Grenze, kamen Schwirzer und Grenzer zur Einkehr bis der 2. Weltkrieg und dessen Folgen 50 Jahre tschechische Besucher abrupt ausgrenzte. Gut, dass wir seit 30 Jahren wieder gemeinsame Wege gehen dürfen - irgendwie spürt man das. Frieden ist eben alternativlos - so ein Besucher.

Gemeinsam mit der Wirtin direkt an der Grenze

4-Tagesfahrt nach Bad Kissingen

Gruppenfoto im Rosengarten in Bad Kissingen

 

Bekannter Wallfahrtsort und Brauerei am Kreuzberg

 

Besonders beeindruckend in der Rhön ist das schwarze Moor. Blicken wir hier nochmals auf die Natur und die Menschen ...