Wald-Verein eröffnet sein Wanderprogramm 2020

Gemeinsam mit den NaturFreunden durch den Wutzmühl-Wald unterwegs

Bis in die Mittagsstunden war es ein trüber, schneefreier Januartag, aber kaum unterwegs zeigte sich die Sonne bei warmen +5 Grad. Die Wanderführer Günther Schuster (NF) und Hans Schlosser (WV) begrüßten rund 35 Teilnehmer zum Start an der Wutzmühle.

Teilnehmer vor der ersten Gabelung nach Grasmansdorf

Es gab wieder vier Möglichkeiten das Ziel, Gasthof Sperl in Grasmannsdorf, zu erreichen: Bequem und direkt auf der Strasse bzw. durch den Wutzmühl-Wald. Ansprechend zwei Stunden über die Trettinger Kapelle. Oder als "Auto-Wanderer" - letztere nutzten noch 10 Teilnehmer - um in gemütlicher Runde mit Gleichgesinnten zum regen Gedankenaustausch beeinander zu sein. Die Altersstruktur beider Vereine - sie zählen insgesamt rund 450 Mitglieder - mit gut 70 Jahre Durchschnittsalter erzwingt zunehmend eine breite Alternative, um möglichst vielen gerecht zu werden. Sie zu anzuregen, dabei zu sein.

Etwa die Hälfte der Wanderer wählten den Weg über die Trettinger Kapelle. Hier führte der Weg durch den windstillen Wutzmühl-Wald. Bald zeigte sich im wärmenden Sonnenschein unsere Nachbargemeinde Arnschwang mit der Urkirche von Furth i. W. - Stankt Martin - ehe die Gruppe den Arnschwanger Wald erreichte. Nun ging's den Kreuzweg (Station 6 bis 14) hinauf zur inneren Einkehr in der Trettinger Wald-Kapelle.

Eine starke Gruppe wählte 2020 den Weg über die Trettinger Kapelle

Ab hier lag die Einkehr in Grasmannsdorf in greifbarer Nähe. Nach Verlassen des Waldstückes zeigte sich ein guter Ausblick auf Eschlkam mit der Pfarrkirche Sankt Jakob, dem Dieberg, die Further Senke bis hinein nach Vollmau. 45 Teilnehmer füllten die Gaststätte - es war ein guter Tag.

Gemütlich war's im Gasthof Sperl

Die Wandervereine sagen Danke für die starke Teilnahme. Der Heimweg über dem Tunnel, einem Pfad am Waldrand und anschließend durch den Wutzmühlwald zum Ausgangspunkt zurück, bildete einen guten Abschluß.

Romatische Abendwanderung durch's Pastritztal

Wald-Verein Furth im Wald beschließt Wanderprogramm 2019

Mitte November beendet seit Jahrzehnten die Sektion Furth im Wald ihr Jahres-Wanderprogramm mit einer nächtlichen Wanderung im Schein von Laternen. Unterwegs werden Erinnerungen wach - im Gespräch denken vorallem Opa's oder Oma's zurück an die Jahre, an denen man Enkelkinder hierfür begeistern konnte. Die Route führt an der Papiermühle vorbei und biegt dann in den romantischen Verlauf der warmen Pastritz ein. Es geht vorbei an den Einöden des weiten Schafbergareals, der Hammerschmiede und Voithenberghütte. Hier wohnten die Arbeiter mit ihren Familien, deren Arbeitsplatz das Gut Voithenberg - mit vorrangig großen Wäldern - sicherte. Der kleine Ort hatten, dank der Gutsherren "von Voithenberg" auch eine eigene Schule. Wie immer gibt es viel zu erzählen, wobei die Zeit schnell vergeht.

Es hat bereits Tradition, dass die Wanderung nach rund 1,5 Stunden in der NaturFreunde-Hütte endet. Hier trifft die aktive Gruppe - sie wird altersbedingt leider immer kleiner. Aber gemeinsam mit den "Autowanderen" wuchs die Teilnehmergruppe auf gut 25 Personen. Der Hüttencharakter bei Elvira fördert die Sitzweil im angenehmen Rahmen bei Getränken und warmen Speisen.

Freuen wir uns auf das Wanderprogramm 2020. Hauptwanderwart Hans Schlosser lud jeden Interessierten zur Gestaltung, des Inhalts für das neue Jahr ein. Der Termin hierzu ist Mittwoch, 27. November 15.00 Uhr in der Naturfreunde-Hütte

Wandererlebnis Hiener begeistert Wald-Verein

Erfahrener Wanderführer K. Reitmeier zeigt "Bergwelt vor der Haustür" 

Ein warmer Herbst-Sonntag ließ die Teilnehmer nach Ried bei Gleißenberg, zum Treffpunkt aufbrechen. Die Sektion Furth im Wald hatte den Kenner  unserer Heimat, Karl Reitmeier, als Wanderführer gewinnen können. Ab Beginn spazierten die naturbegeisterten Teilnehmer durch traumhaft gefärbten Herbstwald. Schwammerlsucher hatten Glück: Auf einer Lichtung standen rund 50 Birkenpilze, auf dem weiteren Weg u. a. Steinpilze. Wir erfuhren von abgelegenen Einöden wo der Postbote  noch heute die Post an ihm leichter zugänglicher Stelle ablegen darf. Werner Weigand, ein in Ried wohnhafter Kenner, erzählte von der Urbarmachung neuer Flächen für Äcker und Wiesen. Als im 19. und Anfang des 20. Jahrhundert immer mehr Menschen geboren wurden, Ärzte und Medizin das Kindersterben reduzierten, war zunehmend mehr Nahrung erforderlich. Von der Hansen-Kapelle, auch Eschlmais genannt, geht der weite Blick über Wiesen und Felder - wo früher Wald war - in Richtung Geigant, Schönthal und Rötz. 

Dann tauchten wir wieder in den Wald Richtung Roßhof ein. Unser Ziel: Der Arberblick. Fast andächtig hörten wir Weigand zu: Für ihn ist dieser Platz das Alpha und Omega, hier zeigt sich eine Bergwelt über Osser, Zwercheck, Arber, dem vorgelagerten Hohen Bogen u. v. m. Hier sieht das Auge vom Anfang bis zum Ende nur beste Erfüllung.

Der nächste Höhepunkt der Wanderung war dann der Kathlfelsen. Wie auch immer das Schicksal gewesen sein mag, es geschah einer hiesigen Katharina; sie gab diesem Aussichtspunkt Richtung Waldmünchen und Cerchov den Namen. Der Weg zurück führte auch vorbei am Klettergebiet Kathlstein. Reitmeier zeigte uns in dessen Nähe die in Stein gemeißelte Zahl 1921. Wir waren auf einem Pfad, der damals als Beschäftigungsprogramm für Waldarbeiter geschaffen wurde. Benutzt wurden solche"Jägersteige" u. a. als Kirchwege, von Postboten oder zur Pirsch. Nach 3.5 Stunden kam die Gruppe mit neuer Erfahrung dankbar am Ausgangspunkt an. Hans Schlosser, Wanderwart Wald-Verein Sektion Furth im Wald, dankte Karl Reitmeier für die faszinierend gewählte Wegführung im Namen aller Teilnehmer. Und den Heimatkenner Werner Weigand für sein vermitteltes Wissen aus einer längst vergangenen Zeit. Besondere Momente stellen Zeitgefühle hinten an - die Einkehr im Gasthof Waldesruh verzögerte sich - was dem Miteinander keinen Abbruch gab.