Romatische Abendwanderung durch's Pastritztal

Wald-Verein Furth im Wald beschließt Wanderprogramm 2019

Mitte November beendet seit Jahrzehnten die Sektion Furth im Wald ihr Jahres-Wanderprogramm mit einer nächtlichen Wanderung im Schein von Laternen. Unterwegs werden Erinnerungen wach - im Gespräch denken vorallem Opa's oder Oma's zurück an die Jahre, an denen man Enkelkinder hierfür begeistern konnte. Die Route führt an der Papiermühle vorbei und biegt dann in den romantischen Verlauf der warmen Pastritz ein. Es geht vorbei an den Einöden des weiten Schafbergareals, der Hammerschmiede und Voithenberghütte. Hier wohnten die Arbeiter mit ihren Familien, deren Arbeitsplatz das Gut Voithenberg - mit vorrangig großen Wäldern - sicherte. Der kleine Ort hatten, dank der Gutsherren "von Voithenberg" auch eine eigene Schule. Wie immer gibt es viel zu erzählen, wobei die Zeit schnell vergeht.

Es hat bereits Tradition, dass die Wanderung nach rund 1,5 Stunden in der NaturFreunde-Hütte endet. Hier trifft die aktive Gruppe - sie wird altersbedingt leider immer kleiner. Aber gemeinsam mit den "Autowanderen" wuchs die Teilnehmergruppe auf gut 25 Personen. Der Hüttencharakter bei Elvira fördert die Sitzweil im angenehmen Rahmen bei Getränken und warmen Speisen.

Freuen wir uns auf das Wanderprogramm 2020. Hauptwanderwart Hans Schlosser lud jeden Interessierten zur Gestaltung, des Inhalts für das neue Jahr ein. Der Termin hierzu ist Mittwoch, 27. November 15.00 Uhr in der Naturfreunde-Hütte

Wandererlebnis Hiener begeistert Wald-Verein

Erfahrener Wanderführer K. Reitmeier zeigt "Bergwelt vor der Haustür" 

Ein warmer Herbst-Sonntag ließ die Teilnehmer nach Ried bei Gleißenberg, zum Treffpunkt aufbrechen. Die Sektion Furth im Wald hatte den Kenner  unserer Heimat, Karl Reitmeier, als Wanderführer gewinnen können. Ab Beginn spazierten die naturbegeisterten Teilnehmer durch traumhaft gefärbten Herbstwald. Schwammerlsucher hatten Glück: Auf einer Lichtung standen rund 50 Birkenpilze, auf dem weiteren Weg u. a. Steinpilze. Wir erfuhren von abgelegenen Einöden wo der Postbote  noch heute die Post an ihm leichter zugänglicher Stelle ablegen darf. Werner Weigand, ein in Ried wohnhafter Kenner, erzählte von der Urbarmachung neuer Flächen für Äcker und Wiesen. Als im 19. und Anfang des 20. Jahrhundert immer mehr Menschen geboren wurden, Ärzte und Medizin das Kindersterben reduzierten, war zunehmend mehr Nahrung erforderlich. Von der Hansen-Kapelle, auch Eschlmais genannt, geht der weite Blick über Wiesen und Felder - wo früher Wald war - in Richtung Geigant, Schönthal und Rötz. 

Dann tauchten wir wieder in den Wald Richtung Roßhof ein. Unser Ziel: Der Arberblick. Fast andächtig hörten wir Weigand zu: Für ihn ist dieser Platz das Alpha und Omega, hier zeigt sich eine Bergwelt über Osser, Zwercheck, Arber, dem vorgelagerten Hohen Bogen u. v. m. Hier sieht das Auge vom Anfang bis zum Ende nur beste Erfüllung.

Der nächste Höhepunkt der Wanderung war dann der Kathlfelsen. Wie auch immer das Schicksal gewesen sein mag, es geschah einer hiesigen Katharina; sie gab diesem Aussichtspunkt Richtung Waldmünchen und Cerchov den Namen. Der Weg zurück führte auch vorbei am Klettergebiet Kathlstein. Reitmeier zeigte uns in dessen Nähe die in Stein gemeißelte Zahl 1921. Wir waren auf einem Pfad, der damals als Beschäftigungsprogramm für Waldarbeiter geschaffen wurde. Benutzt wurden solche"Jägersteige" u. a. als Kirchwege, von Postboten oder zur Pirsch. Nach 3.5 Stunden kam die Gruppe mit neuer Erfahrung dankbar am Ausgangspunkt an. Hans Schlosser, Wanderwart Wald-Verein Sektion Furth im Wald, dankte Karl Reitmeier für die faszinierend gewählte Wegführung im Namen aller Teilnehmer. Und den Heimatkenner Werner Weigand für sein vermitteltes Wissen aus einer längst vergangenen Zeit. Besondere Momente stellen Zeitgefühle hinten an - die Einkehr im Gasthof Waldesruh verzögerte sich - was dem Miteinander keinen Abbruch gab.

Waldverein faziniert vom Dreisessel

Cham und Furth i. W. wandern gemeinsam am Dreiländereck

Es hat schon Tradition, dass beide Sektionen des bay. Wald-Vereins zweimal jährlich gemeinsam unterwegs sind. Man kennt sich untereinander, hat sich viel zu erzählen und genießt das menschliche Miteinander.
Der Mai 2019 war bislang nicht das, was man Wonnemonat nennen kann. Der Wetterbricht strahlte für letzten Sonntag aber Zuversicht aus. Somit ging's mit einem vollen Bus der Fa. Tiller von Furth i. W. über Cham rund 150 Kilometer durch unsere ostbayerische Heimat. Ja, wir haben grosses Glück hier leben zu dürfen. Die Jahreszeiten mit den Augen zu sehen, mit den Sinnen zu spüren, waren öfters ausgesprochene Sätze. Der Blick auf die Bergwelt entlang der Grenze, das Grün des Frühlings ließen 2,5 Stunden Busfahrt interessant vergehen. Nach einem kurzen Anstieg zeigte sich die Naturidylle Dreisselberg (1332 Meter).